Fundiert

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Juli 2026

Fundiert ist ein Produkt der Evorence UG (haftungsbeschränkt). Für Verbraucher gilt zusätzlich die Widerrufsbelehrung.

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „Fundiert“, die zwischen der Evorence UG (haftungsbeschränkt), c/o GAM, Pappelallee 64, 10437 Berlin (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden geschlossen werden.

(2) Das Angebot richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ebenso wie an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Regelungen, die ausdrücklich nur für eine der beiden Gruppen gelten, sind entsprechend gekennzeichnet.

(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Software zur Verfügung, die Entwürfe für Beiträge auf dem Netzwerk LinkedIn erzeugt. Die Software recherchiert dazu öffentlich zugängliche Quellen, verwendet die vom Kunden hinterlegten Inhalte und erstellt daraus Textentwürfe sowie zugehörige Bilddateien.

(2) Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif. Die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website beschriebenen Leistungsmerkmale sind maßgeblich.

(3) Ein Erfolg — insbesondere eine bestimmte Reichweite, Anzahl von Reaktionen, Kontaktanfragen oder Geschäftsabschlüsse — ist nicht geschuldet. Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software, nicht ein bestimmtes Ergebnis ihrer Nutzung.

(4) Die Veröffentlichung von Beiträgen erfolgt ausschließlich nach ausdrücklicher Freigabe durch den Kunden. Aktiviert der Kunde die zeitgesteuerte Veröffentlichung, gilt die vorherige Freigabe des jeweiligen Beitrags als Zustimmung zur Veröffentlichung zum gewählten Zeitpunkt.

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

(1) Die Darstellung der Tarife auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Mit dem Absenden des Bestellvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung durch den Anbieter in Textform oder mit der Bereitstellung des Zugangs zustande.

(3) Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase anbieten. Sie endet automatisch nach Ablauf des angegebenen Zeitraums, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Ein kostenpflichtiger Vertrag entsteht nur, wenn der Kunde aktiv einen Tarif wählt.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website angegebenen Preise. Gegenüber Verbrauchern sind die angegebenen Gesamtpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer maßgeblich.

(2) Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig. Die Abrechnung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd. Es gelten ergänzend dessen Nutzungsbedingungen für die Zahlungsabwicklung.

(3) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung in Textform sperren, bis der offene Betrag ausgeglichen ist. Die Daten des Kunden bleiben in dieser Zeit erhalten.

(4) Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die Änderung als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, endet der Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich monatlich, sofern er nicht gekündigt wird.

(2) Beide Parteien können den Vertrag jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Eine Kündigungsfrist besteht nicht.

(3) Verbraucher können den Vertrag jederzeit über die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ auf der Website kündigen. Die Kündigung ist darüber hinaus formlos in Textform möglich, etwa per E-Mail.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.

(5) Nach Vertragsende kann der Kunde seine Inhalte 30 Tage lang exportieren. Danach löscht der Anbieter die Inhalte, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 6 Pflichten und Verantwortung des Kunden

(1) Der Kunde ist für die von ihm hinterlegten Inhalte verantwortlich. Er sichert zu, dass er über die erforderlichen Rechte verfügt und dass die Inhalte keine Rechte Dritter, insbesondere keine Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte, und keine Geheimhaltungspflichten verletzen.

(2) Der Kunde prüft jeden Entwurf vor der Freigabe eigenverantwortlich auf inhaltliche Richtigkeit, rechtliche Zulässigkeit und Angemessenheit. Diese Prüfung kann die Software nicht ersetzen.

(3) Der Kunde hält die Nutzungsbedingungen der Plattform LinkedIn ein. Er ist für sein LinkedIn-Konto und die dort veröffentlichten Beiträge selbst verantwortlich.

(4) Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.

(5) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung der vorstehenden Pflichten beruhen. Gegenüber Verbrauchern gilt dies nur, soweit der Verbraucher die Pflichtverletzung zu vertreten hat.

§ 7 Von der Software erzeugte Inhalte

(1) Die Software nutzt Verfahren der künstlichen Intelligenz. Erzeugte Texte und Bilder können trotz Quellenrecherche und automatischer Prüfung fehlerhaft, unvollständig oder missverständlich sein.

(2) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit erzeugter Entwürfe. Die in einem Entwurf angegebenen Quellen dienen der Nachprüfung durch den Kunden und ersetzen diese nicht.

(3) Im Verhältnis der Parteien stehen dem Kunden die Rechte an den freigegebenen Inhalten zu. Der Anbieter erhebt hieran keine eigenen Rechte. Soweit an maschinell erzeugten Inhalten mangels persönlicher geistiger Schöpfung kein Urheberrecht entsteht, kann der Anbieter keine Rechtsposition einräumen, die nicht besteht.

(4) Der Anbieter verwendet die Inhalte des Kunden nicht zum Training eigener oder fremder KI-Modelle.

§ 8 Nutzungsrechte an der Software

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht ein, die Software im vereinbarten Umfang bestimmungsgemäß zu nutzen.

(2) Eine Weitergabe des Zugangs an Dritte, die Nutzung für Dritte außerhalb des gebuchten Tarifs sowie das Nachbilden der Software sind nicht gestattet. Im Tarif „Agentur“ ist die Nutzung für die dort vereinbarte Anzahl betreuter Marken ausdrücklich zulässig.

§ 9 Verfügbarkeit und Abhängigkeit von Drittanbietern

(1) Der Anbieter stellt die Software mit einer angestrebten Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel bereit. Hiervon ausgenommen sind angekündigte Wartungsarbeiten sowie Zeiten, in denen die Nutzung aus Gründen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters nicht möglich ist.

(2) Die Software greift auf Schnittstellen Dritter zu, insbesondere auf die offiziellen Schnittstellen von LinkedIn sowie auf Dienste zur Texterzeugung. Ändern, beschränken oder beenden diese Anbieter ihre Dienste, kann der Funktionsumfang eingeschränkt sein. Ein solcher Umstand berechtigt beide Parteien zur Kündigung; bereits im Voraus gezahlte Beträge erstattet der Anbieter anteilig.

§ 10 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

(4) Der Kunde sichert seine Inhalte in zumutbarem Umfang selbst. Bei Datenverlust haftet der Anbieter nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.

§ 11 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Anbieter stellt dem Kunden auf Anfrage einen entsprechenden Vertrag zur Verfügung.

§ 12 Änderungen dieser Bedingungen

(1) Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder an Änderungen des Funktionsumfangs erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Änderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Für den Widerspruch gilt § 4 Absatz 4 entsprechend.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Vorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(4) Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.